THE ABSTRACT PORTRAIT


Was ist ein Abstraktes Porträt

Die EIGENE – die schönste Farbe der Welt zu wählen, stellt die Grundlage für das Abstrakte Porträt dar. Dies ermöglicht einen einzigartigen Ausdruck, ein Porträt, das eine eigene Wirklichkeit offenbart.

Wenn ich abstrakt porträtiere, sehe ich diesen Menschen vor dem Hintergrund seiner gewählten Farbe, die eine deutliche Botschaft vermittelt.

Die formale Expression in dem Porträt entsteht durch meinen subjektiven Blick auf den jeweiligen Menschen. Sie kommt aus meiner intuitiven, spezifischen Wahrnehmung dieses Menschen und drückt sich in dieser bestimmten Form aus.

Das Abstrakte Porträt ist ein Symbol, eine Hieroglyphe. Sobald sich der Porträtierte damit verbindet, entfaltet sich das Symbol und die Bedeutung der gewählten Farbe und Form werden wahrnehmbar.

Das Abstrakte Porträt dient als Spiegel unsichtbarer Aspekte der Persönlichkeit und gleichzeitig als ein kollektives Zeichen der Verbindung.

Die Porträts zeigen,
dass jeder Mensch einzigartig ist,
dass jeder Mensch etwas Besonderes ist.

Da Farbe ein non-verbales kollektives Kommunikationsmedium ohne Sprachbarrieren ist, realisiere ich es auch für viele Menschen internationaler Herkunft, denn ich verstehe das als demokratisches Zeichen, als ein Zeichen der Verbindung und als Zeichen ganz persönlicher Präsenz jedes einzelnen Menschen, als „Eine Utopie Menschlicher Gesellschaft, in der jeder Einzelne präsent ist“.

„Wir erleben den in der Kunstgeschichte sicher einmaligen Fall, dass sich Abstraktion und Privates zu einer gemeinsamen, allen zugänglichen Formensprache
verbindet“ (Jochen Gerz)

Das Abstrakte Portait ist ein Symbol.

Es ist ein Zeichen durch die Kraft der Farbe, das die Kommunikation der Menschen untereinander und die Selbstwahrnehmung stärkt.

Um das zu erreichen, möchte ich „Das Abstrakte Portrait“ für Menschen dort, während meines Aufenthaltes realisieren.

Hier folgt eine Beschreibung des Projekts: „Das Abstrakte Portrait“:

Interaktives Projekt

„DAS ABSTRAKTE PORTRAIT“

von Anna Wiesinger

Idee

Meine Idee ist es, Menschen die Kraft der Farbe näher zu bringen, um den Prozess der Selbstwahrnehmung zu unterstützen.

Farben breiten sich im Raum aus, nehmen Kontakt auf zu anderen Ebenen in uns, eröffnen neue Wahrnehmungs- und Denkräume. Die Kraft der Farbe schafft es, das ganz Profane mit dem Geistigen, dem Göttlichen zu verbinden. Jede Farbe hat ihre spezifische Energie. „Normalerweise stufen wir die Farbe zu einer Eigenschaft der Dinge herab (z.B. das grüne Blatt). Es ist uns dabei nicht bewusst, dass die Farbe die Grundlage allen Erkennens ist. (M. Bockemühl).

Farbe und Sprache scheinen sich vorerst sehr fern zu sein, scheinbar schließen sie einander aus. Farbe illustriert im besten Fall Sprache, denken wir. Doch gerade hier liegt ein sehr hohes Potential – die Wahrnehmungsebene, die durch den Kontakt mit Farbe aktiviert wird, ist die Schnittstelle, wo sich Sprache und Ausdruck des Wahrgenommenen neu formulieren können. Hier setzt das „Abstrakte Portrait“ an.

Was ist ein „Abstraktes Portrait“ ?

Es ist eine Möglichkeit, sich ganz persönlich und unverwechselbar individuell mit der Kraft der Farbe zu verbinden.

Die EIGENE – die schönste Farbe der Welt zu wählen, stellt die Grundlage für das „Abstrakte Portrait“ dar. Dies ermöglicht einen einzigartigen Ausdruck der Persönlichkeit jeder Teilnehmerin und jedes Teilnehmers.

Die formale Expression in dem Portrait entsteht durch meinen subjektiven Blick auf den jeweiligen Menschen. Sie kommt aus meiner intuitiven, spezifischen Wahrnehmung dieses Menschen und drückt sich in dieser bestimmten Form aus.

Das „Abstrakte Portrait“ ist ein Symbol, eine Hieroglyphe. Sobald sich der Portraitierte damit verbindet, entfaltet sich das Symbol und die Bedeutung der gewählten Farbe und Form wird wahrnehmbar.

Das „Abstrakte Portrait“ dient als Spiegel unsichtbarer Aspekte der Persönlichkeit und gleichzeitig als ein kollektives Zeichen der Verbindung.

Die Portraits zeigen,
jeder Mensch ist einzigartig,
jeder Mensch ist etwas Besonderes.

Farbe ist ein non-verbales kollektives Kommunikationsmedium, sie ist ein demokratisches Zeichen, ein Zeichen der Verbindung und ein Zeichen ganz persönlicher Präsenz jedes einzelnen Menschen, - „eine Utopie Menschlicher Gesellschaft, in der jeder Einzelne präsent ist“.

Beschreibung

Wie entstehen die „ABSTRAKTEN PORTRAITS“?

Die eingeladenen Teilnehmer*innen wählen auf einem gross dimensionierten, begehbaren Farbstern nach Goethe – die schönste Farbe der Welt – IHRE EIGENE .

Auf der Grundlage dieser Farbwahl male ich für jeden einzelnen Teilnehmer ihr/sein persönliches Abstraktes Portrait.

Auf diese Weise entsteht durch die Sprache der Farbe ein ganz eigener Ausdruck der jeweiligen Persönlichkeit.

Das „Abstrakte Portrait“ als Symbol unserer Innenwelt, unserer Persönlichkeit kann einen sehr hohen ideellen Wert darstellen.

Ablauf des Projekts:

Künstlergespräch zum Thema: Kraft der Farbe

Einführung in das „Abstrakte Portrait“

Realisierung der Abstrakten Portraits für die Teilnehmer

Präsentation im Ausstellungsbereich

Am Ende der Ausstellung können die Porträtierten ihre Portraits abholen.

Dokumentation

Ziele

Trotz oder gerade durch die Reduzierung auf rein abstrakten Ausdruck, auf Farbe und Form entsteht ein großer ästhetischer Spielraum, der denTeilnehmer*innen als Spiegel dienen kann, in dem sie Vielfältiges erkennen können.

Es entsteht vor allem ein Selbstgespräch mit der „Farbe“, mit dem eigenen „Abstrakten Porträt“ und darüber hinaus ein Dialog mit den anderen Teilnehmern, denn die Porträts treten - sobald sie neben einander hängen, - unmittelbar in Kontakt, die Farben kommunizieren miteinander und so ist es ganz natürlich, dass ein- vielleicht auch durchaus „ nur“ non-verbaler - Austausch zwischen den porträtierten Menschen entsteht.

Man wird neugierig auf einander, man fragt sich, welche Farbe hat der Andere gewählt, man empfängt eine Botschaft.

Beinahe unmittelbar wird klar, dass es nicht wirklich eine Wertung gibt, zwischen einzelnen Farben; ich mag zwar die eine oder andere vorziehen, doch das ist jenseits von Wertung und Beurteilung.

Dies macht auf so einfache und gleichzeitig eindringliche Weise klar, dass wir auf einer tieferen Ebene verbunden sind, die über vordergründig empfundene Trennung weit hinaus geht.

So denke ich, diese Idee, mit der Kraft der Farbe zu arbeiten, kommt der gegenwärtigen gesellschaftlichen Situation sehr entgegen, in der wir auch gerade auf schmerzhafte Weise erkennen, wie sehr wir als Gemeinschaft global verbunden sind.

Mit diesem Projekt möchte ich einen kleinen Beitrag dahingehend leisten, den erfreulichen Aspekt dieser Erkenntnis zu fördern.

Und nicht zuletzt, Freude zu vermitteln.

Zielgruppen:

Zur Zielgruppe gehört jeder/jede, der/die sich darauf einlassen will, und sich traut mitzumachen. Denn: Nicht ganz umsonst heisst es: „ Farbe bekennen“.

Da Farbe jenseits von Sprachbarrieren angesiedelt ist, beinhaltet dieses Projekt auch einen verbindenden Aspekt hinsichtlich Menschen aus unterschiedlichen Kulturen.

Dies ist ein fortlaufendes, interaktives Projekt, welches ich international, an unterschiedlichen Orten realisiere, zuletzt im September 2022 in Stadthagen, Deutschland.

Anna Wiesinger

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